Worum geht es in Herbert Dutzers Erstwerk "Letzter Kirtag" eigentlich? Dass man die Auswärtigen nicht mag obwohl sie sich ja brav integrieren und eine Lederhose oder ein Dirndl tragen, oder ist es eben deshalb, weil sie es tragen (und zu wenig verkörpern)? Wobei, die billige Kopie des urtümlich Heimatlichen alleine ist es ja nicht. Weil der Wiener kommt ja meist daher mit viel Kohle und kauft sich ein, wo es nur geht. Und die, die im Buch dran glauben mussten, wollten sich ja auch frisches, einheimisches Blut unter den Nagel reißen, also eher auf-reißen. Und das geht halt nicht.
Und was vom Gasperlmaier zu halten? Vielleicht hätte man sich den tollpatschigen, aber andererseits auch mit genialen Momenten gesegneten Ermittler erhofft. Aber letzteres fehlt. Er nimmt ein Fettnäpfchen nach dem anderen, fast schon zu heftig.
Fazit: eine weitere Krimireihe, die hauptsächlich durch ihr Lokalkolorit zu punkten versucht.
Montag, 15. September 2025
Mia megn de Weana ned
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