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Dienstag, 13. Februar 2018

Knickerbocker für Große oder große Knickerbocker

Knickerbocker für Große oder große Knickerbocker? Das war die Frage, die sich anhand der Fortsetzung von Brezinas Knickerbocker "Alte Geister ruhen unsanft" stellte. Natürlich gibt dieses Buch einmal nichts her, wenn man nicht die herkömmlichen Knickerbocker Bücher kennt. Eines, zwei oder zwanzig oder noch mehr, damit man die Charaktäre wirklich gut kennt. Denn nur so macht es Sinn zu erfahren, was aus den Vier geworden ist.

Die gestellte Frage wird beantwortet - die Knickerbocker sind groß, sprich erwachsen, geworden, aber das Buch ist genauso gut für Knickerbockerleser gedacht. Der Stil ist immer noch derselbe geblieben, auch der Plot ist knickerbockerverdächtig, sofern man die neuen (alten) Allüren außer Acht läßt. Somit ein must read für Fans, aber für (noch) nicht Fans wären einmal ein, zwei, zwanzig Bände KB angesagt zur Vorbereitung. Ob die 4immer Serie auch 50, 60 oder 70 Bände erreichen wird? Ich glaube nicht, Kinder mögen Kinderhelden.

Thomas Brezina: Alte Geister ruhen unsanft.

Samstag, 11. Juli 2015

Angst und Bang im Zombieland

Als wir aufgewacht waren, schien es zu spät zu sein. Menschliche Zombies waren überall. War es der Zeitgeist, im durchaus negativem Sinn, der aus Kindern Tyrannen werden ließ, die dann als junge Erwachsene als soziale Zombies herumstapften? Nur weil es alle machten, war es lange noch nicht richtig. Aber sogar die Institutionen, Schule, Kindergarten hatten aufgegeben und waren selbst die die Projektion geraten. Diese solcherart ihrer Kindheit beraubten Wohlstandsopfer waren nicht in der Lage, sich in einer Hierarchie einzufinden. (Das waren aber noch die besten, die "partnerschaftlich" mit ihren Eltern aufgewachsen waren). Die nächst Schlimmeren (die der Projektion ihrer Eltern auf sich selbst unterlagen) waren nicht mehr in der Lage zu akzeptieren, wenn irgendetwas nicht sofort nach ihren Vorstellungen funkionierte. Die Schlimmsten waren die Symbiosen, die ohne ihre Eltern zu explodieren drohten wie Creaper in Minecraft. Irgendwann, als sie bereits erwachsen waren, gingen deren Eltern in die Klapsmühle. Und die Kinder mit (was sonst). Aber es waren so viele! Die Klapsmühlen quollen über und über. Und weil es immer weniger Kinder gab, die man wieder als solche behandelte in staatlichen Anstalten (denn deren Eltern waren, je nach Typ 1 2 3 mehr oder ganz unfähig dazu) aufzog, kippte die Gesellschaft in eine düstere Zombiewelt. Man ärgerte sich noch, nicht mehr Flüchtlinge aufgenommen zu haben, die man jetzt dringend für die Zombiehaltung in großen Farmen gebraucht hätte (klarerweise sind die Verhaltensweisen nur im Wohlstandsland zu finden). Aber irgendwann würde sich das alles von selbst lösen, wenn es neue Generationen gibt.

Vielleicht sollte man schon jetzt aufwachen, innehalten und nachdenken, was abgeht. Oder nachlesen.

Michael Winterhoff: Warum unsere Kinder Tyrannen werden. Oder: Die Abschaffung der Kinderheit.

Montag, 28. Juni 2010

Highway to...

Führt man geäußerte Aussagen verschiedener Personen zusammen, die ich mir gegenwärtig wieder ins Gedächtnis rufe, so zeigt sich ein interessantes, wenn auch bedenkliches Bild wenn es um das Thema Kinder geht. Wir sprechen hier von Personen, die in der zweiten Hälfte ihrer Zwanziger sich dem Thema Kinderkriegen zusehens annähern. Früher meinte man noch, die wollen "Karriere" machen oder sich noch "selbst verwirklichen". Aber diese Meinungen gehen in die Richtung, daß es heutzutage einfach als viel zu mühsam gesehen wird, sich "Kinder anzutun". Das ist nichts anderes als ein weiterer, ganz extremer Auswuchs der (viel zu) stark verwöhnten Generation derer, die nach ~1980 geboren sind. Lustig, daß ihnen sogar schon der "Kindersatz Hund" zu anstrengend ist. Es bleibt also für sie: "ich ich ich ich ich". Um sich zu inszinieren fügen sie dem Rezept noch diverse Lebensabschnittspartner sowie """"Freunde"""" hinzu.

In dieses Lebenskonzept paßt auch der völlig rücksichtslose Umgang mit dem Planeten, die Produktion von CO2 ohne Ende, denn wir, wir die absolute Krone der Schöpfung, werden neben unendlich viel anderem auch ihn, den Planten, konsumieren. Für wen, bitte, sollen wir ihn bewahren? Eben. Richtig schön dekadent.

Das Ganze ist aber nicht nur für die Gesellschaft höchst bedenklich, sondern (fairerweise) in einer späteren Zeitspanne auch für die Betroffenen selbst (was aber zu spät erkannt werden wird), und so rasen wir fröhlich auf dem von AC/DC zitierten Highway to...