Vom Stil her ist es ja ein typischen Ken Follet Buch. Es gibt herausragende Charaktäre, die gerne etwas bauen oder etwas verändern. Dann ein bisschen Gewalt, Ungerechtigkeit, Sex und Alltagsleben - all das 2500 v.Chr. Mittelmaß trifft es - wäre da nicht der Teil mit der Dürre. Weil zum einen haben wir so etwas gerade selbst. Und zum anderen ist interessant, wie darauf reagiert wird. Gemeinschaften beginnen zu zerfallen, Kriegsgelüste werden wach. Dann verlieren die Waldbewohner durch einen Waldbrand (alles, was wir auch haben) ihren Lebenslauf und werden zu Flüchtlingen, die niemand will. Da gibt es ein authoritäres Regime bei den Bauern, Unterdrückung der Frauen eben dort. Es gibt Besonnene und Kriegstreiber, die sogar einen Genozid vorschlagen. Eine zeitlang denkt man, ein gemeinsames Projekt (das Steinmonument) eint alle in der Krise und hilft zugleich, diese zu bewältigen. Dann hätte man fragen können, was heute unser gemeinsames Projekt ist, das uns durch diese Krise führt. Aber das ist nicht in Sicht, im Gegenteil, das Gemeinsame wird reduziert, jeder will es als Einzelkämpfer möglichst komfortabel. Bei Follet biegt die Handlung dann (leider) von dieser Klimakrise ab.
Ken Follet: Stonehenge. Die Kathetrale der Zeit.
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