Sonntag, 19. April 2026

Geschichte und Geschichten auf 3289 Seiten

Ich habe mich auf den 3289 Seiten öfters gefragt, wie Ken Follet das macht. Seine Geschichte ist unaufdringlich und versucht nicht, mit diversen Kunstgriffen, Aufmerksamkeit zu binden. Er erzählt einfach, und als Leser kippt man rein. Man lernt Charaktäre kennen, Länder und begibt sich auf eine fast hundert Jahre dauernde Zeitreise durch das zwanzigste Jahrhundert. Dabei ist die Vermengung von realen, geschichtlichen Fakten mit den Vitae der erfundenen Personen meisterhaft geglückt. Nicht nur ein mal habe ich in Wikipedia etwas nachgelesen, weil es mich mehr interessiert hat. Problem: jetzt, wo ich durch bin, was mache ich jetzt?

Ken Follet's Jahrhundertrilogie (Sturz der Thyrannen; Winter der Welt; Kinder der Freiheit) 

Sonntag, 11. Januar 2026

Ist logisch. Oder?

Setzen Sie die Reihe fort: 1,3,6,10,15,21. Naheliegend ist 28. Aber damit legen wir ins Chaos eine scheinbare Ordnung, und der Mensch liebt Muster, also glaubt er dieser Ordnung. Damit kann man auch einen Scottland Yard Inspektor kriegen. Und man sollte meinen, auch einen Mathematik-Studenten. Außer, der beschäftigt sich gerade mit Gödels Unvollständigkeitssatz. Aber er lässt die Sache am Ende auf sich beruhen. Warum soll man die schöne Ordnung auch kaputt machen. Nettes Detektivbuch mit ein wenig Mathecoleur.

Guillermo Martinez: Die Pythagoras Morde 

Montag, 5. Januar 2026

Das Wanda Wunder

Dass da etwas Gescheites herauskommt, wenn man immer nur so dahinstolpert, ist schon ein kleines Wanda ähm Wunder. Oder sollte ich sagen: dahintorkelt. Wenn man nur die Hälfte von dem, was da getrunken und sonst wie in den Körper toxiniert wurde, zählt, muss das ja eine Dauerfettn sein. Aber mir gefällt, wie die Texte zusammengeschustert sind aus irgendwelchen Brocken, was sich dann für den Hörer von "Bolognia" schlüssig anhört.

Marco Wanda: Dass es uns überhaupt gegeben hat.