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Montag, 21. September 2020

Corona: des Rätsels Lösung

 Seit Corona im Westen angekommem ist, ist gut ein halbes Jahr verstrichen. Natürlich waren zu Beginn Unwissenheit und Sicherheitsdenken vorrangig. Aber nach einer Zeit war eigentlich zu sehen, etwa an der nicht vorhandenen Übersterblichkeit, dass Corona offenbar nicht so gefährlich ist, dass es die Maßnahmen rechtfertigen konnte. Darüber gehen die Meinungen zwar auseinander, aber seien wir doch mal ehrlich: Abgesehen von der Übersterblichkeit sind die allermeisten Infizierten symptomfrei. Weiters gibt es auch eine, bestimmt nicht zu geringe Anzahl an Infizierten, bei denen die Viruslast so gering ist, dass sie niemanden anstecken können. Die Berichterstattung blendet das alles (wohlwissentlich) aus und wertet jeden positiven Test als gleichwertig. Zudem, um mit Samuel Shem´s "House of God" zu reden: You can´t find a fever if you don´t take the temperature. Man testet offenbar so lange, bis genügend Positive herauskommen. Und weiter findet man z.B. auf ORF.at den (eigentlich sehr wichtigen) Quotienten aus Positive durch Anzahl der Tests nicht.

All das lässt die Vermutung nahe kommen, dass Corona zwar kein reines Konstrukt ist, aber die Schrecklichkeit sehr wohl. Und wenn die Angst geschürt wird, stellen sich zwei Fragen: erstens wer will das, zweitens warum. Das Wer ist nicht so schwer, die "herrschende Elite" ist hier zu nennen, Politik, Institutionen, Medien insbesondere, usw. Interessant ist das Warum. In vielen, eigentlich immer gleichgearteten Gesprächen mit Mrs.Reserveblog, kamen wir auf keinen grünen Zweig. Bis dann gestern...

Die Lösung des Rätsels um das Warum ist nichts Geringeres, als die Neuaufstellung der Wirtschaft, indem man die bisherige gelinde gesagt zerstört. Wieso das? Wer hat davon etwas? Reiche, der Staat? Vorerst nicht, das ist klar. Aber ein kleiner Rückblick in der Wirtschaftsgeschichte beantwortet die Frage, wann es zu (substantiellem) Wachstum gekommen ist, mit zwei Möglichkeiten. Zuerst allerdings: brauchen wir Wachstum? Trotz aller Bemühungen, etwa den Null- bzw. Negativzinsen der Zentralbanken, dümpelte z.B. das BIP Wachstum in den letzten Jahren bei unter zwei Prozent herum. Aussicht auf Besserung bestand nicht wirklich. Damit was weitergeht, lehrt uns die Geschichte, können wir entweder hoffen auf: 

eine technologische Entwicklung, die einen sozio-ökonomischen Paradigmenwechsel hervorruft. Das war zuletzt gegeben durch die weite Verbreitung des Internet mit allen Möglichkeiten Anfang des Jahrtausends und in abgemilderter Form damit, dass als das auch noch mobil wurde, sprich Smartphones und Smart* (* für eh alles, Autos, Kühlschränke, IOT). So eine tolle Erfindung ist aber nicht in Sicht. Bio, Nano, Intelligente irgendwas: es gibt Schlagworte, aber nichts davon greift ernsthaft durch.

Das andere ist Wachstum nach der Zerstörung. Bisher ging immer ein verabscheuungswürdiger Krieg voran, dem dann Aufbau und Wirtschaftswunder folgten. Hier hat die Menschheit (bzw. die Eliten) dazugelernt und macht so etwas nicht (mehr). Und dann tauchte dieses Virus auf, Corona. Nach der ersten Schrecksekunden haben sich dann die Eliten gedacht: das ist jetzt unser Window-of-opportunity! Wir nutzen Corona, manipulieren die Leute, entwickeln daraus Angst, sodass die Wirtschaft, die ohnehin kein Wachstum bringt, zerstört wird. Niemand kommt unmittelbar zu Schaden. Es ist ja kein Krieg mit Waffen, es ist gar kein Krieg, weil ja alle gleich betroffen sind.

Wenn die Wirtschaft dann kaputt ist, können verkrustete Strukturen und Modelle aufgebrochen werden, und der Neuaufbau bringt ein neues Wirtschaften, das digitaler, das effizienter und das (hoffentlich) auch viel grüner ist. Damit kriegen wir sogar den Klimawandel in den Griff!

Diese Idee ist so genial, und die Einigkeit unter den Herrschenden so groß, so einmütig, dass ich mich diesen Artikel (fast) nicht posten traue. Man will diese tolle Idee keinesfalls gefährden. Da diesen Blog aber ohnehin niemand liest, besteht keine Gefahr. Mit dieser Erkenntnis sehe ich jetzt die Corona-Maßnahmen wieder als völlig plausibel und nützlich, vielleicht nicht ganz wegen des Virus, aber wegen der Neuen Wirtschaft! Nie wieder rede ich übel über Politiker: sie müssen Kritik einstecken und tun das auch, damit wir es alle besser haben. Danke dafür.

Dienstag, 28. Juli 2020

Die Wahrheit hört man nicht so gern

Schon wenn man nur die offensichtliche Wahrheit vor Augen gehalten bekommt, hört man das (oft) nicht gern. Was aber, wenn die Wahrheit nur eine von vielen ist oder eine, die erst zur solchen wird und vorerst nur eine Prognose ist. So ergeht es der Kassandra. Ihre Wahrheit der Vorausschau hört niemand gern, und noch weniger glaubt man ihr. Jetzt, in Corona Zeiten, machen Politiker, "Wissenschafter" und die Medien die "Wahrheit". (Übrigens: absichtlich nicht gegendert, denn gegenwärtig relevante Politikerinnen sind ja noch rarer gesät als Wissenschaftlerinnen). Und im krassen Gegensatz zu Kassandra können die Blödsinn labern ohne Ende, sie werden für ihre Fehler nicht beanstandet, sondern man wartet schon auf die nächsten "Wahrheiten". Als hätte Apollon als Fluch ausgesprochen: jede und jeder wird Deine Weissagungen glauben, und sind sie falsch, dann wird das ruck-zuck vergessen, und die neuen Weissagungen werden geglaubt. Nun werden dann aufgrund dieser seherischen Fähigkeiten, gesützt von wenig geschickt verdrehten Zahlenspiralen, Maßnahmen getroffen und den Menschen mit der Maske das Maul gestopft. Aber weil sie auf der Wahrheit basieren, müssen diese ja wohl richtig sein. Und so können wir Troja retten.

Christa Wolf: Kassandra.
Sz-Bibl.Band 59

PS: Übrigens auch ein grandioses Buch, das zeigt, wie lächerlich und verabscheuungswürdig sich Heldensagen ausnehmen, wenn man nur die Perspektive wechselt.

Samstag, 18. April 2020

Corona Virus-Krise-Panik-Hysterie-Farce

Ich muss es zugeben, zu Beginn fand ich den Umgang mit Corona in unserem Land sehr professionell und zielführend. Man hat effektiv (und erfolgreich) dem Schlimmsten vorgebeugt. Und alle haben brav mitgemacht. Aber mittlerweile finde ich anhand der Zahlen und dem Umgang mit dem Virus (Abstand, Masken) die Maßnahmen für überzogen. Unter 4000 Fälle in Österreich. Die Wahrscheinlichkeit beim Baumarkt ums Eck einen Corona-Kranken anzutreffen ist verschwindend. Außerdem: eh alle Masken. Zur Farce wird das Ganze, wenn die Öffnungen (und Nicht-Öffnungen) einzelner Bereiche nicht nachvollziehbar sind. Bau- und Gartenmärkte sind offen und waren heute vormittag extrem gut besucht, während der Parkplatz beim Einrichtungshaus vor Leere gähnte. Bei Schulen überlegt man die Öffnung, die Universitäten bleiben aber bis Ende Juni zu (ich dachte immer, Kinder wären die, die in der großen Pause auf Tuchfühlung gehen, nicht Studierende). Leider ist vor lauter Corona-Angst bei der Bevölkerung und bei den Medien wirde Stimme gegen die Linie ignoriert (im besten Fall).

Corona - das schweizer Taschenmesser der Gründe

Wir manövrieren uns jetzt in eine Situation, wo Corona als Begründung für alles herhalten kann. Ich höre schon Leute in Jahren sagen: klar, dass der Hansi bei der Matura Probleme hat, denn mit Corona hat er ja (+Übertreibung) ein ganzes Jahr verloren. Corona ist Schuld an meinen ... (zutreffendes ankreuzen oder Freitextfeld nutzen).

Daher jetzt: maximale Öffnung mit maximaler Sicherheit.

Mittwoch, 1. April 2020

Corona: Plan B

Gleich vorweg, Sie werden mit mir schimpfen, wie ich auf eine so verrückte Idee komme. Und umgesetzt, diese Gefahr ist auch nicht da, wird sie nämlich genau so wenig wie meine Idee, das Klima zu schützen, indem man die Geschwindigkeit auf 100/80/30 senkt (Autobahn, Freiland, Ortsgebiet). Also, hier der Plan B für Corona:

Die Voraussetzungen:

(1) Corona ist sehr ansteckend, ohne Schutz in einem Raum sein reicht schon aus.

(2) Corona wird früher oder später (laut Experten) etwa 70% der Bevölkerung treffen.

(3) Die Auswirkungen von Corona sind für bestimmte Personen ("Gefährdete") sehr bedrohlich. Gefährdete sind ältere Personen (ab 65 Jahren, war mal wo zu lesen) und chronisch Kranke. Man liest, dass der Durchschnitt der Corona-Opfer bei 80 Jahren liegt (entspricht der allgemeinen Lebenserwartung). Unter 60 war zum Stand der Dinge niemand, der nicht entsprechend vorgeschädigt war, der Krankheit zum Opfer gefallen.

(4) Junge (eher: nicht alte) und gesunde Menschen haben i.d.R. einen milden Verlauf und können das daheim ausstehen wie eine Grippe.

(5) Es besteht die Gefahr, dass das Gesundheitssystem überlastet wird, da zu viele Gefährdete krank werden und stationäre Hilfe brauchen.

Der "Plan B" wäre nur nicht nach der Idee, alle zu separieren, sondern, die Risikogruppe mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu schützen (=zu isolieren). Pensionisten müssen ja ohnehin nicht um ihr Einkommen fürchten. Chronisch Kranke werden von ihren Verpflichungen schadlos entbunden. Sie werden ebenfalls durch Isolation geschützt. Der Staat sieht weiter Unterstützungen dort vor, wo Gefährdete zur Kinderbetreuung fehlen (sprich Omas und Opas). Und der Rest kann sich am Virus abarbeiten, wodurch dann die viel beschworene Herdenimmunität erreicht wird. Um die Verbreitung nicht zu befeuern, werden in allen möglichen Lebenslagen Schutzmasken getragen. Auch beispielsweise in Schulen, Büros oder Betrieben. Damit könnte man den Lockdown lockern - Bereiche, die nicht dringend notwendig sind (Flugreisen, Großveranstaltungen,..) bleiben weiter eingeschränkt.

Denn die Wirtschaftskrise, die wir uns jetzt alle holen, wird noch Jahre lang Auswirkungen haben. Sparpakete (wo? die üblichen Verdächtigen: Gesundheit, Bildung) werden nämlich auch ihren Tribut fordern, damit die jetzt angeschlagenen Staatsfinanzen wieder auf Gerade gebogen werden.

Aber wann hätte schon jemals wer auf mich gehört.