Posts mit dem Label Schweiz werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Schweiz werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 8. Mai 2020

Leichte Kost

Nicht dass ich beurteilen könnte, ob die Küche Sri Lankas leichte Kost ist. Man bekommt Lust drauf bei diesem Buch. Aber der Roman selbst, Martin Suters "Der Koch" ist schon leichte Kost. Irgendwie hat der gute Suter zu viele Zutaten vermischt, aber jeweils zu wenig davon, dass ein Geschmack draus werden könnte. Flüchtlingsschicksal, Lesbe, die bekehrt wird und dann doch nicht, die Zauber und Wirkung der Kochkünste (das Parfum ist mir da gleich eingefallen), politische Verflechtungen, das Escort-Business und so weiter. Material für tausend Seiten. Von allem nur eine Kostprobe, na, wenigstens wird man nicht dick dabei. Witzig auch, dass die Story (der Roman stammt aus 2010) die letzte Krise (2008 Sub-Prime) wieder aufleben lässt. Jetzt die neue Krise, na, da wird uns auch noch ein Buchregen erwarten. Mal sehen, was es bei mir ranspült.

Mittwoch, 25. Juli 2018

Alles aus der Schweiz: diesmal der Krimi

Uhrwerk, Käse, Messer, Nummernkonto, Hustenzuckerl: worin liegt das Schweizerische? Friedrich Dürrenmatt als die schweizer Literatur lasse ich gelten. Obwohl das Werk auch schöne beschreibende Elemente hat, auch ein wenig Aktion, sind es doch die Dialoge, die ich hier als erstes kaufen würde. Und die harte Vehemenz, mit der der Leser auf wesentliche Momente gestoßen wird. Wie ich nachlas, ist das Werk als Fortsetzungsgeschichte in einer Zeitung erschienen, und da waren das vermutlich die gut gesetzten Cliffhanger. Die Völlerei am Schluss, das Finale, Bärlach und Tschanz, brilliant, atemberaubend. Nicht umsonst ein Klassiker. Schweiz eben.

Friedrich Dürrenmatt: Der Richter und sein Henker.