Aus der Vogelperspektive ist der Plot fast hollywoodtauglich. Verliebtes Paar, sie verfällt dem "Bösen", er versucht sie loszueisen, vergeblich, sie stirbt, er rächt sich und bekommt eine "Ersatzliebe", die er im Laufe der Geschichte kennengelernt hat. Aber das Dazwischen, womit diese 267 Seiten letztlich gefüllt sind, ist Erzählkunst auf hohem Niveau. Scharf beobachtet in jedem Moment werden die Figuren entwickelt, nimmt das Drama seinen Lauf. Den Kampf gewonnen, aber um welchen Preis! Trotzdem ein Schluß, der mich die Buchdeckel beruhigt schließen ließ.
(W. Somerset Maugham: Der Magier)
Sonntag, 16. Februar 2014
Donnerstag, 9. Januar 2014
Definition "abtoppen"
Habe heute in Google gesucht, wie man das Wort abtoppen schreibt. Ich staunte nicht schlecht, daß da hauptsächlich englische Übersetzungen davon kamen. Wie man es schreibt, weiß ich auch nicht.
Hier die Defintion:
Abtoppen = Etwas mehrfach kurz berühren, was dann Topper (Spuren) am Gegenstand hinterläßt.
Beispiel 1: den Bildschirm abtoppen = manche Personen schaffen es motorisch nicht, wenn sie einem am Bildschirm etwas zeigen, einige Millimeter vor dem Bildschirm zu stoppen. Ihre Fingerkuppen hinterlassen dann Spuren, die speziell bei seitlichem Tageslichteinfall läßtig sind. Speziell bei Röhrenbildschirmen ärgerlich.
Beispiel 2: der Kardinalfehler und seine Folgen bei Kleinbildkameras: das unbeabsichtige Berühren der Linse mit dem Finger. Vermiest ein Photo komplett und fügt bei den weiteren einen Nebel hinzu. Bei Kameras mit einem Film kann es lange dauern, bis man den Fehler erkennt.
Beispiel 3: Ostbahnkurti bzw. der Trainer haben eine Szene von der Rikki besungen, die in einem speziellen Etablisement arbeitet und dort von den Kunden visuell verschlungen wird. Sie klagt später über die vielen Topper von den Blicken auf ihrer Haut.
(Die Beispiele 1 und 2 zeigen, daß "abtoppen" ein Wort ist, daß heutzutage keiner braucht, weil den Datschskrin soll man abtoppen, und beim Digitalknipser sieht man gleich, ob der Nebel echt ist)
Hier die Defintion:
Abtoppen = Etwas mehrfach kurz berühren, was dann Topper (Spuren) am Gegenstand hinterläßt.
Beispiel 1: den Bildschirm abtoppen = manche Personen schaffen es motorisch nicht, wenn sie einem am Bildschirm etwas zeigen, einige Millimeter vor dem Bildschirm zu stoppen. Ihre Fingerkuppen hinterlassen dann Spuren, die speziell bei seitlichem Tageslichteinfall läßtig sind. Speziell bei Röhrenbildschirmen ärgerlich.
Beispiel 2: der Kardinalfehler und seine Folgen bei Kleinbildkameras: das unbeabsichtige Berühren der Linse mit dem Finger. Vermiest ein Photo komplett und fügt bei den weiteren einen Nebel hinzu. Bei Kameras mit einem Film kann es lange dauern, bis man den Fehler erkennt.
Beispiel 3: Ostbahnkurti bzw. der Trainer haben eine Szene von der Rikki besungen, die in einem speziellen Etablisement arbeitet und dort von den Kunden visuell verschlungen wird. Sie klagt später über die vielen Topper von den Blicken auf ihrer Haut.
(Die Beispiele 1 und 2 zeigen, daß "abtoppen" ein Wort ist, daß heutzutage keiner braucht, weil den Datschskrin soll man abtoppen, und beim Digitalknipser sieht man gleich, ob der Nebel echt ist)
Freitag, 25. Oktober 2013
Der Selbstsichere Trottel
Es ist soweit: endlich ist mir eine treffende Bezeichnung für ein bestimmtest Genre an Menschen eingefallen, die mir schon die längste Zeit den Nerv rauben. Es ist - tataa - DER SELBSTSICHERE TROTTEL. (Natürlich geschlechtsneutral, also Trottelinnen miteinbegriffen).
Der Selbstsichere Trottel fällt durch eine sehr ausgeprägte Selbstsicherheit auf. Er versteht die Welt und beherrscht selbige, sollte man meinen. Sobald man aber nachdenkt und die gefährlichste Waffe einsetzt, die es gegen den Selbstsicheren Trottel (SST) gibt, nämlich den REALITY CHECK - uh, dann sieht es nicht gut aus. Dann offenbart sich der zweite Wortteil: ein Trottel. Das wirklich traurige ist, daß solche Blender sehr gut durchkommen und äußerst selten auf Widerstand stoßen. Sei´s, weil die Selbstsicherheit davor abschreckt, sie einen Trottel zu heißen (mehr oder weniger durch die Blume), sei´s, weil der eine oder andere sie eben wegen der Selbstsicherheit bewundert, oder weil auch das Vis-a-vis des SST ein Trottel ist. Lustig: zwei SST. Sie reden bei voll überzeugt völlig aneinander vorbei (keiner ist fähig, etwas aufzunehmen, weil ja Trottel), aber beide fühlen sich nachher toll.
Und was tun gegen die SST? Ich weiß nicht, was dagegen hilft, Insektenspray vielleicht, oder Aufmerksamkeitsentzug (aber meist findet sich ein anderes Opfer, das mehr oder weniger gerne in diese Bresche springt).
Nächstes Mal berichte ich Euch vom COOL-CLUB. Ein speziell in Zeiten von Fakebook sehr interessantes Phänomen.
Der Selbstsichere Trottel fällt durch eine sehr ausgeprägte Selbstsicherheit auf. Er versteht die Welt und beherrscht selbige, sollte man meinen. Sobald man aber nachdenkt und die gefährlichste Waffe einsetzt, die es gegen den Selbstsicheren Trottel (SST) gibt, nämlich den REALITY CHECK - uh, dann sieht es nicht gut aus. Dann offenbart sich der zweite Wortteil: ein Trottel. Das wirklich traurige ist, daß solche Blender sehr gut durchkommen und äußerst selten auf Widerstand stoßen. Sei´s, weil die Selbstsicherheit davor abschreckt, sie einen Trottel zu heißen (mehr oder weniger durch die Blume), sei´s, weil der eine oder andere sie eben wegen der Selbstsicherheit bewundert, oder weil auch das Vis-a-vis des SST ein Trottel ist. Lustig: zwei SST. Sie reden bei voll überzeugt völlig aneinander vorbei (keiner ist fähig, etwas aufzunehmen, weil ja Trottel), aber beide fühlen sich nachher toll.
Und was tun gegen die SST? Ich weiß nicht, was dagegen hilft, Insektenspray vielleicht, oder Aufmerksamkeitsentzug (aber meist findet sich ein anderes Opfer, das mehr oder weniger gerne in diese Bresche springt).
Nächstes Mal berichte ich Euch vom COOL-CLUB. Ein speziell in Zeiten von Fakebook sehr interessantes Phänomen.
Donnerstag, 6. Dezember 2012
Gelesen, geschossen, vergessen?
Ich war müßig und habe nicht wie es sich gehört, nach der Lektüre von "Der Fangschuß" die eine oder andere Notiz angefertigt, solange das Gelesene noch frisch ist, ein paar Worte drüber in diesem kostenlosen Blogspot spotblog verloren. Stattdessen ein andres Buch gelesen und noch eines. So, und nun gehe ich durch die angestrichenen Stellen und erinnere mich vage, daß eine Geschichte im Baltikum um eine Frau, die hoffnungslos liebt solange, bis sie sich vom Angebeteten zu einem raschen Schluß verhelfen läßt. Aber viel davon habe ich schon vergessen (was daran liegt, daß ich derzeit für einen Film drei, vier Tage brauche, für ein Buch endlos). Zum Schluß haben sie geschossen!
Zur Entschädigung hier ein paar Stellen, die ich für mich gefunden habe:
"Es war die Dämmerstunde, in der schöne Seelen zu Bekenntnissen und Verbrecher zu Geständnissen neigen und in der selbst schweigsame Menschen gern Geschichten erzählen oder Erinnerungen auskramen, um nicht einzuschlafen."
"...neben der üblichen Anzahl von Narren, Propheten, Spielern, anständigen Leuten, braven Burschen, Trotteln und Trinkern" (Wo sind wir hier bitte?! In einer .aufirma?)
"...die schlaueren besorgten sich offensichtlich dort Winterquartier, wo es noch einen mehr oder minder unberührten Vorrat von Weinflaschen und jungen Mädchen gab"
"Warum verlieben sich Frauen immer wieder in Männer, die ihnen das Schicksal nicht bestimmt hat, so daß diesen nur die Wahl bleibt, wider das eigene Wesen zu handeln oder sie zu hassen?" (und vice versa)
"Für sie gab es sehr bald nur noch mich, als wären die übrigen Menschen um uns herum nur dazu da, die Staffage für die beginnende Tragödie abzugeben"
"Ich hoffe, [sie] hat sich an jenes Leben, das wir Seite an Seite führten, ebenso wie ich, ein paar schöne Erinnerungen bewahrt. Es ist übrigens nicht sehr wichtig, da sie nicht lange genug gelebt hat, um ihre Vergangenheit auf Zinsen zu legen" (Diese Ansatz gefällt mir: man erlebt etwas, um das dann als Vergangenheit anzulegen und später davon Zinsen in Form von Rückblenden auf die 'wilden Zeiten' oder andere postadoläszente Zwangsjunglichenereignisse zu kassieren. Allerdings gilt zu beachten, daß die EZB (=Emotions Zurückgabe Bereitstellung) derzeit und noch länger ganz geringe Zinsen auf Erinnerungen gibt, was auch mit der Hyperinflation der Erinnerungsgegenstände, speziell digitaler Art, zu tun hat)
"Sie war zu jung, um schon zu wissen, daß das Leben nicht aus plötzlichen Aufschwüngen und hartnäckiger Standhaftigkeit besteht, sondern aus Nachgeben und Vergessen. In diese Hinsicht wäre sie immer jung geblieben, auch wenn sie sechzig Jahre alt geworden wäre"
"Eine so vage Beziehung wie die unsere ist übrigens fast immer unzerstörbar"
"Statt von Liebe zu sprechen, sprachen wir über Liebe und täuschten uns mit Worten über eine innere Unruhe hinweg, die ein anderer durch Taten beseitigt haben würde und der wir uns in unserer Lage nicht durch Furcht entziehen konnten"
"[jener] zog als erster seinen Vorteil aus dieser Phase, die bei verliebten und unbefriedigten Frauen ebenso unvermeidlich eintritt wie die Schüttelperiode bei Paralytikern"
"...und jeden Morgen sah ich eine Frau vor mir, die verzweifelt war, weil der Mann, den sie liebte, nicht derjenige war, mit dem sie schlief"
"Jetzt, da sie tot ist..., ist es mir eine Genugtuung, wenigstens einmal diesen Mund und dieses harte Haar geküßt zu haben. Diese Frau war wie ein großes Land, das ich erobert, aber nie betreten habe."
"Heute finde ich, daß das Unglück die Dinge damals gar nicht so schlecht geregelt hat"
"In diesen Dingen wie in vielen anderen fehlte es mir außerdem an Spürsinn"
Zur Entschädigung hier ein paar Stellen, die ich für mich gefunden habe:
"Es war die Dämmerstunde, in der schöne Seelen zu Bekenntnissen und Verbrecher zu Geständnissen neigen und in der selbst schweigsame Menschen gern Geschichten erzählen oder Erinnerungen auskramen, um nicht einzuschlafen."
"...neben der üblichen Anzahl von Narren, Propheten, Spielern, anständigen Leuten, braven Burschen, Trotteln und Trinkern" (Wo sind wir hier bitte?! In einer .aufirma?)
"...die schlaueren besorgten sich offensichtlich dort Winterquartier, wo es noch einen mehr oder minder unberührten Vorrat von Weinflaschen und jungen Mädchen gab"
"Warum verlieben sich Frauen immer wieder in Männer, die ihnen das Schicksal nicht bestimmt hat, so daß diesen nur die Wahl bleibt, wider das eigene Wesen zu handeln oder sie zu hassen?" (und vice versa)
"Für sie gab es sehr bald nur noch mich, als wären die übrigen Menschen um uns herum nur dazu da, die Staffage für die beginnende Tragödie abzugeben"
"Ich hoffe, [sie] hat sich an jenes Leben, das wir Seite an Seite führten, ebenso wie ich, ein paar schöne Erinnerungen bewahrt. Es ist übrigens nicht sehr wichtig, da sie nicht lange genug gelebt hat, um ihre Vergangenheit auf Zinsen zu legen" (Diese Ansatz gefällt mir: man erlebt etwas, um das dann als Vergangenheit anzulegen und später davon Zinsen in Form von Rückblenden auf die 'wilden Zeiten' oder andere postadoläszente Zwangsjunglichenereignisse zu kassieren. Allerdings gilt zu beachten, daß die EZB (=Emotions Zurückgabe Bereitstellung) derzeit und noch länger ganz geringe Zinsen auf Erinnerungen gibt, was auch mit der Hyperinflation der Erinnerungsgegenstände, speziell digitaler Art, zu tun hat)
"Sie war zu jung, um schon zu wissen, daß das Leben nicht aus plötzlichen Aufschwüngen und hartnäckiger Standhaftigkeit besteht, sondern aus Nachgeben und Vergessen. In diese Hinsicht wäre sie immer jung geblieben, auch wenn sie sechzig Jahre alt geworden wäre"
"Eine so vage Beziehung wie die unsere ist übrigens fast immer unzerstörbar"
"Statt von Liebe zu sprechen, sprachen wir über Liebe und täuschten uns mit Worten über eine innere Unruhe hinweg, die ein anderer durch Taten beseitigt haben würde und der wir uns in unserer Lage nicht durch Furcht entziehen konnten"
"[jener] zog als erster seinen Vorteil aus dieser Phase, die bei verliebten und unbefriedigten Frauen ebenso unvermeidlich eintritt wie die Schüttelperiode bei Paralytikern"
"...und jeden Morgen sah ich eine Frau vor mir, die verzweifelt war, weil der Mann, den sie liebte, nicht derjenige war, mit dem sie schlief"
"Jetzt, da sie tot ist..., ist es mir eine Genugtuung, wenigstens einmal diesen Mund und dieses harte Haar geküßt zu haben. Diese Frau war wie ein großes Land, das ich erobert, aber nie betreten habe."
"Heute finde ich, daß das Unglück die Dinge damals gar nicht so schlecht geregelt hat"
"In diesen Dingen wie in vielen anderen fehlte es mir außerdem an Spürsinn"
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