Dienstag, 1. April 2025

Liste erotischer Bücher

 Diese Liste wird bei Bedarf ergänzt. Die Auswahl stellt keinen Anspruch auf irgendwas (Vollständigkeit, Repräsentativität, guter Geschmack)

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Emma Becker: La Maison

 Leseprobe: Als Hildie völlig erledigt auf ihn zurücksinkt, werde ihre Schenkel und ihr Bauch klitschnass; der Schwanz, der sich in ihr bewegt, den der Mann, an ihre Hüften geklammert, weiter in ihr bewegt, plätschert leise - und plötzlich begreift sie. Sie begreift, dass sie einen richten Organsmus hatte, dass es ihr hier passiert ist, auf diesem Mann, im dunkeln, wahrscheinlich von Kippen übersäten Gebüsch, und der Gedanke, dass es so einfach war, macht sie eigenartig verlegen, diese Einfachheit des Orgasmus beim Ersten, der sie nicht bezahlt, hat etwas so ursprünglich Pawlow'sches.

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Emmanuelle Arsan: Emmanuelle oder der Garten der Liebe

 Leseprobe: Es war eine gewisse Erleichterung, als sich ein große nackter Mann mit krausen Haaren und dicken Lippen, sicher ein Schwarzer, zwischen ihre Beine kniete, ihre Hand, die sie auf die Scham gelegt hatte, zur Seite schob, sich mit einer Hand stützte und mit der anderen einen Penis einführte, der so hart und leidenschaftlich war, wie sie sich nur wünschen konnte.

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Laurelin McGee: Mr.Undateable

Leseprobe: Mit den Fingerspitzen fuhr sie über die Eichel, und wieder stöhnte er. Auch das war herrlich, wie hilflos er ihrer Folter ausgeliefert war, dass ein solch starker, beherrschter Mann auf die kleinste Bewegung hin zusammenzuckte.

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E L James: The Missus
 
Leseprobe:Bist du sicher, dass ich mich nicht rasieren soll? - neckt er sie und tut es wieder, ohne den Blick von ihr abzuwenden. Nein - ruft sie aus, als ihre Brustwarze unter seinen Zuwendungen länger wird. - Gut so? - Ja - Ihr Puls rast und pumpt Blut in ihre Brüste, sodass die Brustwarzen anschwellen und sich nach seiner Berührung verzehren. Ebenso wie das kleine Zentrum der Energie zwischen ihren Schenkeln. (233)

Jennifer Probst: Playing with fire. Verbotene Gefühle

Leseprobe: Schwer antmend blicketen sie einander an. Hitze pulsierte zwischen Alexas Beinen wie Lava, verborgen von dem schlichten roten Slip, den sie vor dem Ausgehen ohne jeden Hintergedanken übergestreift hatte. Jetzt richtete Nick seinen Blick genau dorthin, betracvhtete noch immer schweigend die Stelle zwischen ihren Schnkeln, während er mit dem Daumen langsam an ihrem Slip entlangfuhr. (191)

Anne-Marie Villefranche: Die Purpurrose

Leseprobe:Er will also beweisen, dass er im Bett besser ist also du – sagte Babette. – Aber damit wird er seine Geliebte nicht zurückgewinnen – Frauen verlieben sich nämlich nicht in den Mann, der den größten Penis hat oder es ihr am häufigsten besorgen kann. Sie wollen Zuneigung spüren und ihren Spaß haben, nicht nur einen guten Liebhaber. (37)
 
 

Kresly Cole: Gamemaker. Spiel des Verlangens. (2014)

Leseprobe: Ich erhob mich und ging auf den Knien zur Bettkante; dabei genoss ich es, wie seine Augen unter den zusammengezogenen Brauen jeder Bewegung meiner Brüste folgten. - Ich will aber, dass es wieder passiert. Und für gewöhnlich bekomme ich, was ich will. Wenn du nicht stark genug bist, mir zu widerstehen, dann ist das dein Problem. (93)

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Benoite Groult: Salz auf unserer Haut. (1988)

Leseprobe: Ohne uns anzusehen, in respektvollem Abstand, legten wir unsere Kleider ab. Noch nie hatte ich mich vor einem Jungen nackt ausgezogen, aber es tat mir leid , daß Gauvain nicht wenigstens einen Blick nach mir warf. Ich wähnte mich schön im Mondschein und weniger nackt als in einem Zimmer im harten Licht einer Glühbirne. Sowohl um meine Vorderseite zu verbergen, als auch,um zu verhindern, dass ich seine Vorderseite sehen mußte, stürzte ich mich als erste ins Meer, und zwar auf der Ostseite, aus Freude daran, diesen allzu glatten Spiegel aufzubrechen.  (21)
 

Blanka Lipinska: 365 Tage, 365 Tage. Dieser Tag. 365 Tage mehr (2018, 2020, 2021)

Leseproben:Ich bin angespannt, aufgeregt und würde am liebsten hierbleiben. (…) Ich überlegte einen Moment lang, ob mir immer noch schlecht war, oder ob es mir schon viel besser ging, und kam zu dem Ergebnis, dass ein bisschen Sex tatsächlich Wunder wirken und mich komplett entspannen würde.  (…) Kurze Zeit später fuhr ich entspannt und viel ruhiger zum Friseur.
 
Massimo liebte Sex, und jeder Teil seines Körpers lechzte danach. Er war ein uersättlicher und perfekter Liebhaber. Am meisten gefiel mir, dass er nicht nur nahm, sondern auch gab. Er gab mir das Gefühl, ich sei die Beste im Bett, sass ich ihn verrückt mache und dass jede meiner Bewegungen perfekt sei, genau wie alles an mir. Ich wusste nicht, ob das so stimmte oder ob es Einbildung war, aber mit ihm fühlte ich mich wie ein Pornosuperstar. Ich hatte keine Hemmungen oder Grenzen, er konnte alles tun, was er wollte, und ich kriegte nie genug.
 
Du beeindruckst mich – spottete er. Welche andere Frau weiß, was PS sind? – Ja, ja, mach dich nur über mich lustig – knurrte ich. - Du hast gut reden. Immerhin hast du meinen großen Traum zwischen den Beinen, alles, was ich je gewollte habe. – Ist das so, du willst mich also, mit Haut und Haar? – Da erst wurde mir klar, was ich gerade gesagt hatte, und ich fühlte einen Stich im Unterbauch.
 
 
 

John Updike: Landleben (2004)

Leseprobe: Kurz, Kopulation ist ein so mächtiges und mit höchster Priorität bedachtes Ereignis, dass wir nicht nur aus dem eigenen Geschlechtsverkehr Lust beziehen, sondern auch aus dem anderer - selbst aus dem einer Tochter oder einer Ehefrau, die von uns wegstrebt in die sexuelle Raserei. In ihrer distanzierten Schönheit war Phyllis eine Frucht, deren Stiel schwächer war, als es den Anschein hatte; sie fiel Owen zu seiner Bestürzung eher zu und ihr Widerstand war geringer, als er erwartet oder, auf einer tieferen Bewusstseinsebene, gehofft hatte. (141)
 
 

Sonntag, 23. Februar 2025

Man müsste verrückt sein, wenn man hier normal ist

Ein verrücktes Buch über den Krieg ist eine passende Sache, weil Krieg ja auch verrückt ist. Die Liste der Verrücktheiten, welche die Charaktäre in Joseph Hellers Catch 22 haben, ist ellenlang und vermutlich umfassend in dem Sinn, was an Verrücktheiten existiert. Vielleicht ist das auch nur eine wahr Strategie des Einzelnen, um in den Pausen zwischen den Flügen durchzukommen. Neben Yossarian ist auch Milo Minderbinder eine schillernde Figur, eine Parodie vielleicht, aber der auch heute noch gültige Hinweis, dass es am Ende immer um die Kohle geht. Und ein Ausnahmezustand ist ja eine gute Voraussetzung, um Kohle zu machen. Man könnte leichthin sagen, ja, ein tolles, wichtiges Buch, wäre da nicht der X-Haken...

Joseph Heller: Catch 22, Sz-Bib.Bd.73

Sonntag, 9. Februar 2025

Keine wackelige Geschichte

 Es ist schön, wenn die Erwartung, die man an den Lieblingsautor hat, in seinem neuen Buch "Wackelkontakt" erfüllt werden. Die Vermengung der beiden Geschichten, die sich gegenseitig im Lesen eines Buches erzählen, ist schon eine lässige Idee. Haas gewohnt, genießt man die Stellen, wo er nicht vom Fleck kommt und weitschweifig ausholt, und man ist wachsam, weil gleich kann die Handlung in einem Nebensatz drei Kilometer weiter sein, ohne dass du es gemerkt hast. Auf der Suche nach spannenden Charaktären ist er fündig geworden im Trauerredner mit einem Faible für Puzzles mit Werken der klassischen Malerei.

Wolf Haas: Wackelkontakt

Donnerstag, 2. Januar 2025

Skurril und viel zu ernst (genommen)

Man stellt sich, wenn man in einer öffentlichen Bücherei daran vorbeischlendert, die Frage, was in einem Buch wohl stehen muss, dass der Autor (Zeitpunkt: ausklingendes 20. Jahrhundert) in Abwesenheit zum Tod verurteilt wird, also Salman Rushdie und sein Buch "Die satanischen Verse". Liest man das Buch ohne weiteres Vorwissen, so findet man sich in einer skurrilen Geschichte wieder von Filmschauspielern, die einen Flugzeugabsturz überstehen und sich dann verwandeln, der eine eher in einen Engel, der andere eher in den Satan. Die Stelle, welche den Urteiltenden damals sehr aufgestoßen ist, erkennt man auch als Laie. Es ist halt eine mögliche Interpretation, weil wer weiß schon, wie das alles damals wirklich entstanden ist. Aber man muss schon sagen: hätte jemand im Abendland im Mittelalter ähnlich mit biblischen Dingen verhandelt, wäre er ruck-zuck abgefackelt worden. Im Prinzip fehlte und fehlt es den Menschen an Humor und Liebe, sie nehmen alles (tod-)ernst, geändert haben sich nur die (digitalen) Mittel.

Montag, 30. Dezember 2024

Nicht gerade nichts

Dass über uns alle Daten gesammelt werden, ist ja etwas, das man weiß, erahnen kann, fühlt - etwas von dem. Alleine wenn man an harmlose, scheinbar sinnvolle Apps (und tatsächlich ist es eine sinnvolle App) wie Duolingo denkt. Was erfahren die alles über mich? Wie lernfähig ich bin. Wie viel Durchhaltevermögen ich habe. Wie oft ich denselben Fehler mache. Zu welchen Zeiten ich das Tool nutze. Welcher Gamification-Aspekt zieht besonders (Flammen, XP, Liga, Platzierung, Anzahl Freundesmissionen in Folge,...), wie geht es meiner Stimme, wie schnell kann ich mit dem Handy tippen. Und und und. Man lebt damit, indem man den großen Tech-Firmen traut, dass sie das tun, was Google behauptet, nämlich nichts Böses. So, und dann bekommt man "Going Zero", das Buch, in die Hand, und man findet den einen Teil der Erzählung, dass die Tech-Firma ihre Daten mit denen der "Dienste" zusammenführt, nicht überraschend spekakulär. Die Idee mit dem Beta-Test ist amüsant.  Ein paar der vorgestellten Verfahren sind es auch: wie fahre ich zu einer Kreuzung hin? Wo bleibe ich im Supermarkt zu lange stehen? Welche Songs aus den 70ern streame ich? Die zweite Phase ist dann eine coole Idee und bringt Leben in die Handlung. Und dass "die" am Ende immer gewinnen, ist klar. Ob all die Überwachung, oder eher die Steuerung und Manipulation, die fix stattfindet, vor allem mit der handysüchtigen jüngeren Generation, ein Problem wird, hängt davon ab, was die Eliten mit uns vor haben. Schon gruselig auch.

Anthony McCarten: Going Zero.

Sonntag, 15. September 2024

Furioses Kino

 Das ist natürlich eine Frage zuerst, ob man Filme, in denen (im zweiten Teil des Klassikers lassen sich die Dialoge auf einen Bierdeckel schreiben) nicht viel geredet wird und endlose Actionsequenzen auf staubigen Landstraßen Kern sind, mag. Dann ist man entweder in der Welt von Max Rockatansky und Furiosa sowie den ganzen anderen Charaktären, etwa der liebliche Dementus oder Wez zu Hause. Im Unterschied zu anderen Filmen mit viel Action und Gewalt, gibt es hier Ebenen ohne Ende zu finden: Religion, Anarchie, Postapokalypse und eine große Portion Phantasie. Nämlich für all die Kostüme, Schminke und die Fahr- und Flugzeuge - wirklich bemerkenswert.

Furiosa - A Mad Max saga